Archiv für die Kategorie ‘b1gMailServer’

b1gMailServer 2.2

Sonntag, 24. Februar 2008

Version 2.2 von b1gMailServer, die (nur) mit b1gMail7 kompatibel sein wird, nimmt langsam aber sicher Gestalt an.
Neuerungen sind z.B. Quota-Unterstützung im IMAP-Protokoll (#16), Timeouts für die einzelnen Dienste (#4), Gruppen-Einstellungen für SMTP (#282), eigener SMTP-Server (#17).
Geplant, aber noch nicht implementiert sind weiterhin: IDLE-Erweiterung für das IMAP-Protokoll (#15), vereinfachte Installation (#1, #12, #13).

Besonders wichtig ist der neue eigene SMTP-Server, der auf dedizierten b1gMail-Systemen für deutliche Entlastung beim E-Mail-Empfang sorgt, da eingehende E-Mails an nicht-existente Empfänger bereits während den SMTP-Sitzungen abgelehnt werden. Dies signalisiert auch an Spam-Versender, dass die E-Mail-Adresse nicht existiert.
Weiterhin bietet der SMTP-Server einige Optionen zur Abwehr von Spammern, z.B. das Ablehnen von Mails von DialUp-Verbindungen (wehrt einen Großteil des Spam von Bot-Netzen ab), Greylisting und ein konfigurierbares SMTP-Greeting-Delay mit Datenfluss-Kontrolle.
Natürlich beherrscht der SMTP-Server auch Authentifizierung und kann so als SMTP-Server für b1gMail-Benutzer (z.B. in Outlook oder Thunderbird) genutzt werden. Dabei wird die Einhaltung der Limits (maximale BCC-Anzahl, Versand-Abstände, Mailgrößen usw.) beachtet.
Die Auslieferung von Outbound-E-Mails kann auf zwei verschiedenen Weisen geschehen: Entweder per Übergabe an ein sendmail-Binary oder per Übergabe an einen SMTP-Relay-Server. Auslieferung der E-Mails durch b1gMailServer selbst ist geplant, wird aber in Version 2.2 erstmal nicht verfügbar sein.

Optimales Setup für eine b1gMail-Installation wäre damit:

  • Dedizierter Linux-Root-Server
  • Beliebiger SMTP-Relay-Server (z.B. Postfix, QMail oder Exim) an localhost:25 gebunden
  • b1gMailServer-SMTP-Server an [öffentliche-ip-adresse]:25 gebunden; Übergabe von Outbound-Mails an localhost:25; Übergabe von Inbound-Mails direkt an b1gMail
  • Empfangsmethode damit: Pipe-/Postmap-Gateway, aber durch b1gMailServer
  • Versandmethode: SMTP, localhost:25

Damit bieten sich auch neue Skalierungs-Optionen, z.B. kann Inbound- und Outbound-Verkehr auf verschiedenen dedizierten Servern abgewickelt werden.

bms_quota.png
Quota-Unterstützung beim IMAP-Protokoll, hier im Zusammenspiel mit Apple Mail

bms_common.png
Allgemeine Einstellungen

bms_smtp.png
SMTP-Server-Einstellungen

bms_subnets.png
SMTP-Server-Einstellungen (Subnetz-Regeln)

bms_dnsbl.png
SMTP-Server-Einstellungen (DNSBL-Regeln)

bms_queue_prefs.png
E-Mail-Verarbeitungs-Einstellungen (für über eigenen SMTP-Server eingegangene Mails)

bms_queue_view.png
Warteschleife (für über eigenen SMTP-Server eingegangene Mails)

bms_queue_details.png
Details zu Warteschleifen-Eintrag (für über eigenen SMTP-Server eingegangene Mails)

Webdisk-HTTP-Server

Samstag, 27. Mai 2006

b1gMailServer 2.1 (Pro) hat einen integrierten kleinen HTTP-Server, der es erlaubt, die Webdisk wie Webspace zu benutzen. Das Feature ist nicht offiziell angekündigt oder unterstützt. Aber für Leute, die etwas Ahnung von Ihrem Linuxserver haben, kann es nützlich sein.

Im Folgenden eine Anleitung:

  1. Ans Ende der Datei /etc/services eine neue Zeile mit dem Inhalt „bms-http 11880/tcp“ einfügen
  2. Datei „/etc/xinetd.d/bms-http“ mit folgendem Inhalt erstellen

    # b1gMailServer-HTTP
    #
    service bms-http
    {
    port = 11880
    socket_type = stream
    protocol = tcp
    wait = no
    user = root
    server = /opt/b1gmailserver/bin/b1gmailserver
    server_args = --http
    }

  3. Sicherstellen, dass im b1gMail-Adminbereich unter „Gruppen“ die Webdisk-Freigabe erlaubt wird
  4. Mit „/etc/init.d/xinetd restart“ den xinetd neu starten

Der User kann jetzt einen Ordner „www“ in seiner Webdisk erstellen und dort HTML-Dateien, Bilder usw. seiner Webseite reinladen. Erreichbar ist diese dann (im Beispiel für benutzername@domain.xy) unter http://benutzername.domain.xy:11880 (sofern alles glatt gelaufen ist bei der Konfiguration).

Wenn das soweit läuft und ihr das :11880 am Ende der Domain loswerden wollt, könnt ihr Apache wie folgt dazu bringen, die Verbindung an Port 11880 weiterzuleiten. Die normale Webdiskfreigabe wird danach aber nicht mehr funktionieren.

  1. Eventuelle Wildcard-Subdomains (z.B. in Confixx) löschen
  2. In der Apache-Konfiguration folgenden VHost anlegen, Werte in [] entsprechend ersetzen:

    <VirtualHost [IP-Adresse-des-Servers]:80>
    ServerName *.[Maildomain-von-b1gMail-(z.B.-demo.b1g.de)]
    RewriteEngine on
    RewriteRule ^/(.*) http://%{HTTP_HOST}:11880/$1 [P,L]
    </VirtualHost>

  3. Apache neu starten

Die Traffic- und Download-Geschwindigkeitsbegrenzungen, die in der Gruppe des Users eingestellt sind, greifen auch hier. Außerdem kann man, sofern b1gMail >= 6.3.0-PL10, unter „Gruppen“ im Adminbereich einen HTML-Code eingeben, der vom Webserver an jede HTML-Seite angehängt wird (z.B. für Werbecode / Layerwerbung auf der Webseite des Users).

(ich weiß, dass es das schon im Forum gab, aber ich fand es hier ganz passend ;))

Diskussionen zum Thema sind hier möglich.